Ulysses.
James Joyce wollte mit seinem umfassenden Tageswerk, seiner Odysseusanalogie "Ulysses" den Mikrokosmos des Lebens des Menschen deutlich beschreiben, indem er einen Tagesablauf einer Person, wie Leopold Bloom in desses Stadt Dublin, mit den Irrfahrten des Odysseus von Homer gleichstellte als einen entgegen gesetzten parallelisierten Makrokosmos von Erlebnissen.
Joyce wollte damit heraus finden, dass, wenn Ulysses unlesbar sein sollte, auch das Leben unlebbar sein müsse für den, der sich damit beschäftigte.
Die Beschreibung eines Tagesablaufes, in dem man sich gestattet, so zu sein, wie man ist, dabei niemand sonst sein muss in seinen Vorstellungen, nicht Faust, nicht Jesus sein zu wollen, sondern sich gestatten sich selbst zu sein; seinen Alltag zelebrieren können, wie Stephen Dedalus alias Telemach, Molly alias Penelope, und Bloom alias Odysseus. Das sollte den Menschen, wie das Leben ausmachen, wird der Leser am Ende feststellen können. Das ist es, was uns inneren, wie äußeren Frieden bietet, stellt sich heraus.
Die optimistische Botschaft, die Joyce vermittelte, ist, dass persönliche Beziehungen lebbar sind und Einsamkeit, Isolierung, Entfremdung und Langeweile nicht unausweichlich sein müssten.
James Joyce, "Ulysses, Roman, 1922 in Erstauflage.